Bundesgerichtshof, Urteil vom 23. April 2024 - KVB 56/22

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Pranešimo spaudai, santraukos pavadinimas Bundesgerichtshof bestätigt Amazons überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb
Pranešimo spaudai, santraukos numeris 97/2024
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ECLI numeris ECLI:DE:BGH:2024:230424BKVB56.22.0
ELI numeris ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2022/1925/oj
Sprendimo originalo kalba allemand
Dokumento data 2024-04-23
Teismas autorius Bundesgerichtshof (DE)
Sritis
  • Dominuojanti padėtis
EUROVOC sritis
  • prekybos laisvė
  • konkurencija
  • vyraujančioji padėtis
Nacionalinės teisės nuostata

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: § 18 Abs. 1, 3, 3a, 3b; 19a Abs. 1, 56 Abs. 4 Satz 1, 73 Abs. 5 Nr. 1 Grundgesetz: Art. 12 Abs. 1, Art. 19 Abs. 4

Cituojama Sąjungos teisės nuostata
Tarptautinės teisės nuostata

a) Ein Unternehmen hat eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb, wenn es über Größen- und Ressourcenvorteile und eine zentrale strategische Positionierung verfügt, die es ihm ermöglichen, erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit Dritter zu nehmen, oder die eigene Geschäftstätigkeit in immer neue Märkte und Sektoren auszuweiten. Eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb setzt nicht voraus, dass die Tätigkeit des betroffenen Unternehmens eine konkrete Gefahr für den Wettbewerb begründet oder ihn bereits beeinträchtigt. b) Das Leistungsangebot eines Online-Marktplatzes ist aus der (objektiven) Sicht der gewerblichen Händler nicht mit dem stationären Vertrieb oder dem Vertrieb über den eigenen Online-Shop austauschbar, auch nicht bei ergänzender Nutzung von Softwaretools, Produkt- und Preisvergleichsdiensten, bezahlter Suchmaschinenwerbung, Werbung auf Social-Media-Plattformen und Suchmaschinenoptimierung. c) Führt das Bedarfsmarktkonzept zu dem eindeutigen Ergebnis, dass es kein mit dem angebotenen Produkt vergleichbares anderes Produkt gibt, kann das Ergebnis eines Preisheraufsetzungstests (SSNIP-Test oder hypothetischer Monopolistentest) keine andere Beurteilung rechtfertigen. d) § 19a Abs. 1 GWB ist eine Vorschrift des nationalen Wettbewerbsrechts im Sinn von Art. 1 Abs. 6 Satz 2 Buchst. b der Verordnung (EU) 2022/1925 (Digital Markets Act).

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